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Biotin ist auch als Vitamin B7 oder Vitamin H bekannt. Biotin ist ein Vitamin aus dem B-Komplex und ist in Wasser löslich. Für den Stoffwechsel ist Biotin von großer Bedeutung. Biotin ist in vielen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Eigelb, Haferflocken, Trockenhefe, Rinderleber, Fisch, Spinat oder auch in Bannanen oder Äpfeln enthalten. Allerdings liegt die enthaltene Menge zumeist im unteren Milligramm-Bereich. Ein Erwachsener benötigt pro Tag zwischen 30 und 60 µg. Wenn man berücksichtigt, dass zum Beispiel in 100 ml Kuhmilch lediglich 3 µg Biotin enthalten ist, ist es nicht verwunderlich, dass Ernährungswissenschaftler stets auf eine ausgewogene Ernährung drängen.
Ein Mangel an Biotin wirkt sich auf den Stoffwechsel negativ aus und kann eine Vielzahl von Symtomen verursachen: Hautstörungen, Depressionen, extreme Mattigkeit, Schläfrigkeit, Muskelschmerzen, Überempfindlichkeit, lokale Fehlempfindungen, Halluzinationen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Haarausfall, Farbveränderungen der Haare, brüchige Nägel, erhöhte Cholesterinwerte, Störungen der Herzfunktion, Blutarmut, Bewegungsstörungen sowie erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.
Um dem Biotinmangel entgegenzuwirken, gibt es Biotinpräparate. Diese werden bei akutem Biotinmangel und auch zur Prophylaxe eingesetzt. Da die Menge des benötigten Biotins gering ist, reicht prophylaktisch die tägliche Zuführung von etwa 0,2 mg. Aus diesem Grund wird Biotin oft auch als Bestandteil von Multivitaminpräparaten angeboten.